Aeolos, Aiolos, ein Gott der Winde, wird auf der Kykladeninsel Tinos, die vom Wind - und einer Ikone - beherrscht wird, entscheidend zum Putzen unserer Wahrnehmungs- und Sinnesorgane beitragen. Tinos, eine Insel in deren Farben sich das Beständige mit dem Beweglichen, die Erwartung mit dem Sprung mischt.

Aeolos Seminare orientieren sich

- an den Prinzipien von Mediation, von systemischem Denken und Handeln;

- an der Autonomie aller Beteiligten als " Expertinnen und Experten" ihrer Entscheidungen   und ihrer Konflikte;

- an der Haltung aller Beteiligten, der Klärung Suchenden wie der SeminarleiterInnen.
  Diese Haltung setzt ein Menschenbild voraus, welches von unerschrockenem   Respektieren getragen ist, von umfassender Wertschätzung für die unterschiedlichen   Lebensentwürfe;

- an zukunftsorientierten Zielen und nachhaltigen Ergebnissen (analoge Raumbilder sind   leichter abrufbar sowie haltbarer gespeichert);

- an einer transparenten Struktur.

Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit unterschiedliche Techniken und Konzepte von mediationsanaloger Skulptur- und Inszenierungsarbeit kennen zu lernen.
Durch diese Arbeit können die jeweilige Dynamik eines Konfliktes und dahinter liegende Beziehungsverflechtungen sowie Interessen, Ressourcen und Anliegen der darin Involvierten sicht- und erfahrbar werden. Die Inszenierungen stellen in Klarheit und Einfachheit durch rhythmisch bewegte Kombinationen aus Texten, Gesten, Bildern und Tönen Material für Perspektivenerweiterung bereit. Mediationsanalog bedeutet in diesem Zusammenhang u.a. die Orientierung an den Zielen und Prinzipien der Mediation wie Autonomie, Gegenwarts- und Zukunftsperspektive, Anerkennen von Unterschieden, fairer Ausgleich, Entwickeln und Erproben von neuen Optionen sowie Abschätzen von Konsequenzen dieser Wahlmöglichkeiten. Die Struktur einer Inszenierung folgt dem transparenten Phasenmodell der Mediation.

Die Seminare mit dem Schwerpunkt Familienrekonstruktion bieten Möglichkeiten eigene, oft über Generationen geprägte und tradierte Kommunikations-, Konflikt- und Koopera-tionsmuster neu zu erfahren, sowie innere - oft weniger bewusste - Wert- und Wertungskonzepte zu entdecken und zu verstehen. Auch Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Sprachmuster, oft unbewusst gelebt und von Generation zu Generation weitergegeben, können in diesem Seminar nicht nur aufgespürt, sondern bis in unsere Träume hinein kräftig durchgepustet werden. Tradierte familiäre Rituale können im Mehrgenerationskontext angesehen, auf ihre Brauchbarkeit überprüft werden und sowohl für den zwischenmenschlichen Alltag, als auch für besondere persönliche oder professionelle Herausforderungen umgeformt oder neu entworfen werden.

In den Seminaren mit dem Schwerpunkt Supervision werden eigene Arbeiten vorgestellt, eigene und co-dynamische Anliegen aufgegriffen und unter den genannten Prinzipien Lösungen entworfen und ausprobiert. Ziel dieser Seminarangebote ist, bei den Teilnehmenden am Beispiel professioneller Arbeit und/ oder der eigenen Lebensgeschichte den Blick für persönliche Ressourcen zu schärfen, neue Handlungsmöglichkeiten erkennbar werden zu lassen und in einer Inszenierung auszuprobieren. Dysfunktionale Muster können in Augenschein genommen werden, eingefrorene oder stagnierende Kräfte können belebt und weiterentwickelt werden.